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Ehrenbrief des Landes Hessen für Marianne Moritz


Hubertus Peter, 1. KGO Susanne Simmler, Marianne Moritz, 1. BGO Uta Böckel, Leiterin des Amtsgerichts Sigrid Haas, Bürgermeister Uwe Scharf

Nicht nur Ingrid Höflich durfte sich als Empfängerin des Kreisehrenbriefs nach der letzten Hasselrother Gemeindevertretersitzung in diesem Jahr über eine Überraschung freuen. Auch für die langjährige SPD-Abgeordnete Marianne Moritz gab es noch ein besonderes Geschenk kurz vor Weihnachten: Sie wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit geehrt und nimmt so ein ganz besonderes Andenken an Hasselroth mit, wenn sie Ende des Jahres nach Österreich umzieht.

Eine gelungene Überraschung, wie man ihr deutlich anmerken konnte. "Sie bekommt den Landesehrenbrief dafür verliehen, dass bei ihr nicht zuerst das Ich zählt, sondern auch in ihrem Wirken in der Kommune hier das Wir im Vordergrund steht", erklärte Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Seit 15 Jahren ist Moritz ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig. Von 2001 bis 2006 war sie Mitglied im Ortsbeirat Neuenhaßlau, seit 2008 Mitglied in der Gemeindevertretung und derzeit noch Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie Fraktionsgeschäftsführerin der SPD. Neben ihrem politischen Engagement ist die 63-Jährige auch in anderen Bereichen engagiert, setzt sich im Aktionskreis People4People für Flüchtlinge ein, ist Patin für eine syrische Familie und hat bei der Organisation des Festes der Nationen mitgewirkt. Auch beim SPD-Frauenfrühstück ist sie federführend dabei und sorgt dafür, dass mit dem Erlös dieser Veranstaltung bereits Institutionen wie das Wächtersbacher Frauenhaus, der Malteser Hilfsdienst oder das Schwanennest unterstützt werden konnten. Seit 2015 ist sie außerdem stellvertretende Ortsgerichtsvorsitzende gewesen. Moritz zeige, wie es gelänge innerhalb der Gesellschaft aus Liebe zur Heimat und den Menschen Brücken zu schlagen, wie Simmler ausführt. "Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken." Dass dabei grade die ehrenamtliche Tätigkeit in der Kommunalpolitik nicht immer einfach sei, weiß die Kreisbeigeordnete selbst. Der Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern sei hier vor Ort viel mittelbarer und auch damit müsse man umgehen können. Dies habe Moritz stets gut gemeistert: "Sie sind ein Mensch, der immer das Positive sieht - auch in den anderen Menschen." Das Bedauern darüber, dass Moritz zum Jahresende die Gemeinde verlassen und ihren Lebensmittelpunkt nach Österreich verlegen wird, werde sicherlich an vielen Stellen Lücken hinterlassen. Simmler ist aber überzeugt: "Auch dort, wo sie hingehen wird, wird das Wir weiter eine Rolle spielen."
Auch Bürgermeister Uwe Scharf nutzte die Gelegenheit, sich bei Moritz für ihr Engagement zu bedanken. Auch wenn es in Hasselroth bereits einige Menschen gäbe, die mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurden, so sei es doch eher selten, dass dieser Menschen, die sich über viele Jahre ehrenamtlich politisch engagieren verliehen werde. Die Auszeichnung kurz vor ihrem Abschied sei dabei durchaus mit einem weinenden Auge verbunden, sei es doch ein Abschied, der auch mit einer gewissen Distanz verbunden sei. "Ich wünsche den Österreichern schon einmal vorab, dass sie Sie auf positive Weise kennenlernen werden", so Scharf.
Neben dem Dank von Kreis und Gemeinde waren auch einige Arbeitskollegen von Moritz aus dem Amtsgericht Gelnhausen zur Verleihung des Ehrenbriefs nach Niedermittlau gekommen. Direktorin Sigrid Haas stellte ebenfalls fest, dass man Moritz gerne behalten hätte und nur schweren Herzens ziehen lasse. Als Mitarbeiterin in der Zivilgeschäftsstelle sei sie eine Institution gewesen und eine feste Anlaufstelle für viele Kollegen. "Sie hinterlässt eine schwer zu schließende Lücke", so Haas.
Moritz war von den vielen lieben Worten sichtlich gerührt und bedankte sich mit der bescheidenen Feststellung, dass sie dies eigentlich gar nicht verdient hätte: "Ich habe immer alles gern gemacht." Auch der Gemeinde Hasselroth fühlt sie sich dabei sehr verbunden, was ihr den Abschied sicherlich nicht leicht macht. Das wird auch in ihrem Schlusswort sehr deutlich: "Meine Heimat wird immer Hasselroth bleiben."

Arikel aus der Gelnhäuser Neuen Zeitung vom 18.12.17



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