10. März 2010 – Auch Hasselroth zeigt Flagge für Tibet

Seit 1950 wird das ehemals souveräne Tibet von China besetzt gehalten. Der bis heute andauernden Unterdrückung des tibetischen Volkes wird jedes Jahr am 10. März gedacht. Seit 1996 organisiert die Tibet Initiative Deutschland zu diesem Gedenktag die Aktion 'Flagge zeigen für Tibet'.

Im vergangenen Jahr hissten am 10. März 1000 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden. Hunderte von demokratisch gewählten Oberhäuptern von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die für Tausende von Bürgern stehen, bekräftigten damit das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestierten gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität.

'Wir beteiligen uns in Hasselroth seit Jahren an dieser Aktion,' so Bürgermeister Scharf, der die Flagge erneut nicht nur mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Helmut Müller, sondern auch mit Vertretern der evangelischen Kirchen aus Hasselroth, Pfarrerin Bettina von Haugwitz und Pfarrer Uli Briesewitz hissen konnte. Pfarrerin Dr. Elke Seifert weilt zur Zeit nicht in Hasselroth, begrüßt die Aktion aber ausdrücklich. Vertreter der katholischen Kirche in Hasselroth waren ebenfalls eingeladen, konnten aber aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.
H. Müller, H. Stichel, Bürgermeister Scharf, Pfr. U. Briesewitz, Pfrin B. von Haugwitz beim Hissen der Tibetfahne
 H. Müller, H. Stichel, Bürgermeister Scharf, Pfr. U. Briesewitz, Pfrin B. von Haugwitz beim Hissen der Tibetfahne
' Die Situation in Tibet steht für die Unterdrückung auch von anderen Völkern auf dieser Erde und für ein Volk, das seine kulturelle Identität bedroht sieht. Mit dem Hissen der Flagge können wir so einen bescheidenen aber sichtbaren Beitrag dafür leisten, dass dieser Umstand nicht in Vergessenheit gerät und symbolisch eine politische Lösung anmahnen. Die im letzten Jahr von uns in Deutschland mit zahlreichen Gedenkfeiern bedachte Wiedervereinigung unseres Landes hat auch uns daran erinnert, dass unsere eigene Geschichte niemals einen solchen Verlauf genommen hätte, wenn sich nicht andere Länder und deren politische Vertreter für unsere Belange eingesetzt hätten, ' so Bürgermeister Scharf.

'Die Faszination der jährlich wiederkehrenden Aktion liegt für mich in Ihrer Friedfertigkeit, die hier still, aber von vielen beachtet stattfindet. Daher unterstütze ich ausdrücklich diese Initiative', sagt Helmut Müller, Vorsitzender der Gemeindevertretung.

'Als Vertreter/Innen unserer Kirchengemeinden ist es für uns selbstverständlich, uns für die Belange von unterdrückten Menschen und für eine Religionsfreiheit in Frieden einzusetzen. Daher unterstützen wir mit unserer Teilnahme beim Hissen der Flagge die Bemühungen aller, in Tibet eine friedliche Lösung herbeizuführen.', so Pfarrerin Bettina von Haugwitz, die für die Vertreter der evangelischen Kirchen spricht.