Aktionstag am 10. März 2015 - Die Gemeinde Hasselroth zeigt Flagge für Tibet

Vors. der Gemeindevertretung Helmut Müller, Bürgermeister Uwe Scharf und Pfarrer Ulrich Briesewitz mit der Tibetflagge
 Vors. der Gemeindevertretung Helmut Müller, Bürgermeister Uwe Scharf und Pfarrer Ulrich Briesewitz mit der Tibetflagge
Am 10. März 2015 hisst die Gemeinde Hasselroth die tibetische Flagge vor dem Rathaus in Neuenhaßlau und setzt sich damit, wie in den Jahren zuvor auch, für die Einhaltung der Menschenrechte im fernen Tibet ein.

Bürgermeister Uwe Scharf, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Helmut Müller und Pfarrer Ulrich Briesewitz beteiligen sich an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ der Tibet Initiative Deutschland e.V., um im Namen der Gemeinde Hasselroth ein Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk zu setzen. Tibet ist seit über 60 Jahren von China besetzt.

„In Tibet werden Menschenrechte nach wie vor massiv verletzt, wie aus sicheren Quellen berichtet wird. Folter, willkürliche Verhaftungen sowie kulturelle und religiöse Unterdrückung sind dort trauriger Alltag. Als demokratisch verfasste Gesellschaft dürfen wir angesichts eines solchen Unrechts nicht wegschauen. Wir hissen die tibetische Flagge, die in Tibet nach wie vor verboten ist, um das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung zu bestärken und die Tibeter in ihrem friedlichen Freiheitskampf zu unterstützen“, so Bürgermeister Uwe Scharf.

Die Evangelische Kirchengemeinde Neuenhasslau und Gondsroth sieht auch nach wie vor noch die Notwendigkeit mit der Flaggenaktion ein Zeichen zu setzen: „ Da wo es keine Meinungsfreiheit gibt, ist auch die Religionsfreiheit nicht gegeben. Als Christen wenden wir uns gegen jede Art von Verfolgung und Unterdrückung“, so Pfarrer Ulrich Briesewitz und Helmut Müller, als Vorsitzender der Gemeindevertretung ergänzte: „ Wir sind in diesen Tagen Gastgeber für Menschen, die aus fernen Ländern bei uns Zuflucht und Schutz suchen. Wir tuen gut daran, durch das tibetische Beispiel auch immer wieder darauf aufmerksam zu machen, das es Ursachen für Flucht und Vertreibung gibt. Die Menschen in Tibet können nicht flüchten und sie wollen es auch nicht. Daher ist es mehr als richtig, wenn wir hier ein Zeichen der Solidarität geben.“

In Folge der Besetzung durch China im Jahr 1949/50 erhob sich das tibetische Volk am 10. März 1959 in Lhasa gegen die chinesische Besatzungsmacht. Aus Sorge um das Leben des Dalai Lama versammelten sich etwa 300.000 Tibeter vor seiner Sommerresidenz Norbulingka. Der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen und der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Heute leben zwischen 120.000 und 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil.

Die Gemeinde Hasselroth beteiligt sich seit 2000 an der Kampagne, die 1996 von der Tibet Initiative Deutschland e.V. initiiert worden ist.

Weitere Informationen zur Kampagne der Tibet Initiative Deutschland e.V. erhalten Sie im Internet unter www.tibet-flagge.de