Fluglärmunterschriften übergeben

Übergabe der Unterschriftenliste: Wolfgang Hartmann und Bürgermeister Uwe Scharf
 Übergabe der Unterschriftenliste: Wolfgang Hartmann und Bürgermeister Uwe Scharf
In einer gemeinsamen Aktion mit dem VdK-Neuenhaßlau anlässlich des 2011er Hasselrother Herbstmarktes hatte die Gemeinde Hasselroth dazu aufgerufen, Unterschriften für eine Anhebung der Flughöhen beim Anflugverfahren auf den Frankfurter Flughafen abzugeben. Im Anschluss an den Herbstmarkt waren die Listen noch weiterhin bis dato im Rathaus ausgelegt.

„ Wir unterstützen damit die Bemühungen der engagierten Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die der IGF und alle Bemühungen auf politischer Ebene“, so Bürgermeister Uwe Scharf bei der Übergabe der über 300 Unterschriften an Herrn Hartmann von der IGF, der diese gesammelt an die entsprechenden Behörden weiterleiten wird. Mit diesen neu dazu gekommenen Unterschriftenlisten ist nun die Marke von 11.000 Unterschriften aus dem Main-Kinzig-Kreis geknackt. Überdies danken beide den Bürgerinnen und Bürger für ihr durch Ihre Unterschrift abgegebenes Bekenntnis.

Herr Hartmann, selbst Mitglied der IGF, betreibt seit vielen Jahren eine Fluglärmmessstation in Nie-dermittlau. Der Gemeindevorstand Hasselroth hatte einen Beschluss zur Anschaffung eines geeich-ten Messgerätes gefasst. „Dieses Gerät hilft uns nun, gerichtsfeste Daten zu sammeln“, so Herr Hartmann, der weiter ausführt: „Die Bevölkerung ist sensibilisiert. Von anfänglich 22.000 Beschwer-den im Januar 2011 aus dem gesamten Fraport-Umfeld stieg die Anzahl der Beschwerden auf ca. 150.000 Beschwerden im Dezember 2011 an, davon kamen allein 33.000 Fluglärmbeschwerden im letzten Monat aus Hasselroth. Außerdem ist ein signifikanter Anstieg der monatlichen Dauerschallbelastung nur durch Fluglärm in Niedermittlau von über 58dbA messbar zu verzeichnen und das, obwohl Hasselroth-Niedermittlau rund 45 km vom Frankfurter Flughafen entfernt liegt. Ein Zustand der sich verändern muss.“

Bürgermeister Scharf hofft, dass das vom Kreis, auch unter Beteiligung der Gemeinde Hasselroth, in Auftrag gegebene Fachgutachten klarmacht, dass auch mit wesentlich höheren Anflügen ein verkehrssicherer Betrieb gewährleistet werden kann. „ In der kommenden Woche wird es dazu eine öffentliche Veranstaltung am 25. Januar in Gelnhausen geben. Ich bin mir sicher, dass Fluglärm weder Partei-noch sonstige Grenzen kennt. Insofern schätze ich auch die Bemühungen aller Beteiligten, jenseits parteipolitischer Zugehörigkeiten und spreche niemandem der sich bemüht den Willen ab, hier eine für unsere Bürgerinnen und Bürger gute Lösung zu finden. Im Gegenteil – das ist ein Problem das uns alle angeht“.

Im Rathaus können auch weiterhin Unterschriften abgebeben werden. Zusätzlich sei noch einmal für alle Interessierten darauf hingewiesen, dass man über einen Link auf der Homepage der Gemeinde Hasselroth direkt die aktuellen Daten der auf dem Hausdach von Herrn Hartmann montierten und von ihm betreuten Fluglärmmessstation einsehen kann und über die Links und Informationen der Gemeindehomepage dazu sehr einfach Fluglärmbeschwerden an Fraport übersendet werden können.

„Wenn jetzt die DFS selbst an alternativen und lärmmindernden Anflugverfahren arbeitet und diese einer Überprüfung unterzieht, dann muss sich doch hier eine klare Veränderung ergeben. Am Ende zählt, dass wir auf unserer Terrasse ohne Ohrenstöpsel sitzen können!“, so Bürgermeister Scharf abschließend.